Therapie

Therapie

Schulmedizinische Behandlung

Unter Evidenzbasierter Medizin (EbM) im engeren Sinne versteht man eine Vorgehensweise des medizinischen Handelns, individuelle Patienten auf der Basis der besten zur Verfügung stehenden Daten zu versorgen.
Diese Technik umfasst:

  • die systematische Suche nach der relevanten Evidenz in der medizinischen Literatur für ein konkretes klinisches Problem;
  • die kritische Beurteilung der Validität der Evidenz nach klinisch-epidemiologischen Gesichtspunkten;
  • die Bewertung der Größe des beobachteten Effekts sowie
  • die Anwendung dieser Evidenz auf den konkreten Patienten mit Hilfe der klinischen Erfahrung und der Vorstellungen des Patienten.

Der Begriff "Evidenz" im Kontext der Evidenzbasierten Medizin leitet sich vom englischen Wort "evidence" = Nach-, Beweis ab und bezieht sich auf die Informationen aus klinischen Studien, die einen Sachverhalt erhärten oder widerlegen.

Unter Einbeziehung des Patienten, dessen Erkrankung und dessen Umfeld wird eine bestmögliche Umsetzung dieser Leitlinien erreicht.
Wir garantieren Ihnen unser Wissen und Können ständig zu aktualisieren um Ihnen sowohl in „schulmedizischen“ als auch „naturheilkundlichen“ Diagnostik- und Behandlungsmethoden ein Optimum bieten zu können.

Das Praxisteam bildet sich regelmäßig weiter. So wird auch das Spektrum der angebotenen Leistungen ständig um neueste Verfahren und Behandlungsmethoden ergänzt

Notfallmedizin

Aus dem ursprünglichen Auftrag

Leben retten und Menschen aus lebensgefährlichen Situationen zu befreien ist eine umfassende Dienstleistung geworden, die an alle Beteiligten die höchsten Anforderungen stellt.

Durch die professionelle Zusammenarbeit von Leitstellen, Rettungsassistenten, Flugrettern, Feuerwehr, THW, Notärzten und leitenden Notärzten wird optimale  Hilfe im gesamten Landkreis und speziell am Notarztstandort schnellstmöglich verfügbar.

Wir Notärzte Illertissen garantieren Ihnen durch unseren hoch qualifizierten Standard mit einem umfassenden Eignungs- und Leistungsprofil, das ständig durch Fort- und Weiterbildung erweitert wird, sowie unsere direkten Kontakte zu den weiterbehandelnden Kliniken  eine optimale Versorgung.

Weiter Infos unter der Homepage der Illertisser Notärzte
www.notarzt-illertissen.de

Naturheilkundliche Behandlung

Der Begriff Naturheilkunde bezeichnet ein Spektrum verschiedener Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung (Spontanheilung) aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen.

Dazu gehören die Sonne, das Licht, die Luft, die Bewegung, die Ruhe, die Nahrung, das Wasser, die Kälte, die Erde, die Atmung, die Gedanken, die Gefühle und Willensvorgänge. In einem weiter gefassten Verständnis werden auch „natürliche“ Arzneimittel, vor allem Heilpflanzen und deren Zubereitungen einbezogen.

Dass diese Definition problembeladen ist, zeigen folgende Beispiele: die Impfung mit einem gentechnologisch hergestellten Heptitis-B-Impfstoff wirkt vorbeugend durch Aktivierung des körpereigenen Immunsystems oder Penicillin ist ein Stoff natürlichen Ursprungs.

Zur Naturheilkunde zählt keines der beiden Beispiele trotz Erfüllung der o. g. Definitionskriterien.

Die Naturheilkunde zählt heute großenteils zum Bereich der Alternativmedizin und im engeren Sinne zur Komplementärmedizin, d. h. zu den wissenschaftlich nicht anerkannten, die Schulmedizin ergänzenden Verfahren. (Wikipedia)

Akupunktur

Die Reizung von Akupunkturpunkten, vor allem mit Nadeln, ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Am bekanntesten ist die Klassische Chinesische Akupunktur, die so genannte Körperakupunktur. Durch Reizung von genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im gesamten Organismus, also auch im Körperinneren, gelindert, oft sogar beseitigt werden.

Akupunktur kann zwar zerstörte Strukturen nicht wiederherstellen, wohl aber gestörte Funktionen wieder harmonisieren. Ob Akupunktur in Ihrem individuellen Fall (evt. auch als nur unterstützende Therapie) helfen kann, überprüfen wir gerne.

Weitere Informationen erhalten Sie unter "Akupunktur"

 

 

Chirotherapie

Die Chirotherapie ist eine sehr alte, erfolgreiche Behandlungsmethode, bei der die Diagnostik und Behandlung mit der Hand erfolgt. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten noch erheblich verbessert und gehört heute zu den schonendsten medizinischen Behandlungsmethoden.

Behandelt werden Blockierungen der Wirbelsäule und der Gelenke, diese können vielfältige Beschwerden an den verschiedensten Körperstellen hervorrufen.

Auch jahrelang bestehende Beschwerden können nach Lösen der meist zahlreichen Blockierungen verschwinden. Die Ursachen für die Blockierungen sind vielfältig; z. B. Zwangshaltung, unkontrollierte Bewegungen.

Indikation:

Bei Schmerzen im Bereich des Haltungs- und Bewegungsapparates, die durch Gelenkblockierungen hervorgerufen werden, wie z. B.

    bestimmte Formen von Kopfschmerzen
    Nackenschmerzen und -verspannungen
    Brustkorbbeschwerden
    Lendenwirbelsäulenschmerzen
    Hand- und Fußbeschwerden
    Begleitbeschwerden an großen Gelenken

Vor Behandlungen der Halswirbelsäule müssen durch spezielle klinische Untersuchungen auch Beeinträchtigungen der Arterien die das Gehirn versorgen, ausgeschlossen werden.

Elektrophorese

Die Elektrotherapie ist eine therapeutische Anwendung des elektrischen Stroms zur Förderung der Durchblutung und zur gezielten elektrischen Reizung erkrankter Muskelpartien.

Sie findet unter anderem Anwendung bei Knieverletzungen, Tennisarm, Schulterschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden und Lähmungen.

Diadynamischer Strom
Gleichgerichtete Wechselströme mit 50 Hz und 100 Hz, je nach Art geeignet für die Stimulation der Stoffwechselvorgänge bei chronischen Erkrankungen sowie zur Schmerzlinderung und Förderung resorptiver Eigenschaften.

Ultrareizstrom
Strom in kurzen Impulsen von wenigen Millisekunden Dauer, vorwiegend zur Schmerzbekämpfung sowie für die Behandlung von Verspannungszuständen und Verletzungsfolgen der Muskulatur eingesetzt. Wirkt schmerzlindernd, meist schon während der Behandlung, die Durchblutung steigernd (durch Gefäßerweiterung) sowie entzündungshemmend.

Jontophorese

Ein konstanter galvanischer Gleichstrom wird eingesetzt, um spezielle Medikamente zur Schmerzlinderung oder Entzündungshemmung lokal, direkt und damit wirksamer zur Anwendung zu bringen. Die Wirkstoffe nehmen ihren Weg durch die Haut statt durch den Verdauungstrakt.
Die Vorteile: schmerzlose Anwendung und tieferes Eindringen der Medikamente. Die Wirkung ist intensiver als beim Einreiben von Hand, es kommt zu keiner Belastung des Magens.

Tens

Bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) wird durch Applikation von Stromstößen und Nervenreizung eine Schmerzmodulation (Gegenirritation) und damit Schmerzsenkung erreicht.

Die Stellen, auf denen die Pads zur Stromapplikation platziert werden und die Art der modulierenden Spannung müssen bei jedem Patienten individuell ausgearbeitet werden.

Durch die Reizung kommt es dann zur Hemmung der Schmerzweiterleitung und damit zur Hemmung der Schmerzempfindung.

Die Gerätekosten werden von den Kassen übernommen.

Ultraschalltherapie

Mechanische Wellen erzeugen eine mechanische Vibrationswirkung und dadurch eine "Mikromassage" im (Weichteil-) Gewebe, ein Teil der Schallenergie wird zusätzlich in Wärme umgewandelt.

Ultraschall entfaltet seine Wirkung einige Zentimeter unter der Haut, er dringt bis zu etwa 8 cm tief ein.

Neben einer Durchblutungssteigerung kommt es zu einer deutlichen Steigerung der Zellwanddurchlässigkeit, mit entzündungshemmender und entstauender Wirkung.

Gute Wirkung insbesondere im Knie-, Ellenbogen- und Schulterbereich.

Hochfrequenztherapie



Hochfrequente elektromagnetische Wellen (Wechselströme) erzeugen Wärme in der behandelten Körperpartie. Die elektromagnetische Energie wird in kinetische Energie umgesetzt, dabei treten keine Reizwirkungen wie Stromgefühl oder Muskelzucken auf.

Die Temperaturerhöhung im Gewebe hängt von der Wärmeerzeugung ebenso ab wie vom Abtransport der Wärme, vor allem durch die Blutzirkulation.

Anwendung vor allem große Gelenke, Wirbelsäule und Nasennebenhöhlen.

Kältetherapie

Die Kryo- oder Kältetherapie ist eine Schmerzbehandlung nach Operationen oder bei Schwellungen nach Distorsion oder Prellungen.

Durch verschiedenartige Applikationsformen mit unterschiedlicher Einwirkzeit werden Selbstheilungsprozesse unterstützt.

Tape

Ein Tape ist ein funktioneller Verband. Der Begriff Taping kommt aus dem Englischen und bedeutet im übertragenen Sinne 'Bandagierung'.

Tapeverbände sind Stützverbände, um geschwächte oder geschädigte Strukturen, z. B. Muskeln und Bänder, zu schützen, ohne sie komplett ruhigstellen zu müssen.

Er besteht aus langen Pflasterstreifen, die auf die Haut geklebt werden und dann in mehreren Lagen um die gefährdeten Gelenke angebracht werden.

Schienenanlage

Eine Schiene hält das entsprechende Gelenk in funktioneller Lage.
Schienen werden bei Überdehnung von Gelenken (Distorsion) und Frakturen (Brüche) zur Ruhigstellung und Förderung der Abschwellung eingesetzt.

Es werden meist Kunststoffschienen verwendet.

Zinkleimverband

Der Zinkleim ist eine Paste aus Zinkoxyd, Bindemittel und Wasser. Damit getränkte Mullbinden werden um ein geschwollenes oder verletztes Bein gewickelt.

Schwellungen, die durch Verletzungen oder Störungen der Venenfunktion verursacht werden, lassen sich damit sehr gut im Griff halten.

Auch bei Distorsionen kann dieser Verband eingesetzt werden, allerdings ist der stabilisierende Effekt weniger gut ausgeprägt, hier sind Tape-Verbände meistens überlegen.

Kompressionstherapie

Unter Kompressionstherapie werden entlastende Therapien des gestörten Venensystems verstanden.
Dies sind die manuelle Drainage, z. B. das Tragen eines Kompressionsstrumpfes oder eines Kompressionsverbandes sowie die intermittierende Kompression (Hydroven-Therapie) zur komplexen Physikalischen Entstauung.

Bei der intermittierenden Kompression (Hydroven-Therapie) werden durch einen Kompressor Bein- oder auch Arm-Manschetten mit Luft gefüllt und erzeugen einen Druck auf die Extremität. Dieser Druck wird nach einem definierten Zeitraum wieder abgelassen.

Man behandelt mit der Hydroven-Therapie Krampfadern (Varizen), Beinvenenthrombosen und deren Folge, das Postthrombotisches Syndrom sowie auch das Lymphödem und "offene Beine" (Ulcus cruris).

Krampfaderbehandlung

Varizen werden auch Krampfadern genannt. Ursache sind physikalische, erbliche und hormonelle Einflüsse.

Durch langes Stehen und Sitzen, oder durch Übergewicht lastet die Blutsäule auf den Venenwänden der unteren Extremitäten. Je länger und je öfter, um so stärker sind die Folgen.

Schwere Beine oder Schwellungen sind die Hauptsymptome der Krampfadern.

Die Behandlung mit Venen- Medikamenten hilft subjektiv das Schweregefühl und die Schwellung der Beine zu mindern, ein dauerhafter Heilungserfolg ist jedoch nicht zu erwarten. Physikalische Wandschädigungen können medikamentös nicht behoben werden!

Durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann nur gegen den hydrostatischen Druck der Blutsäule gewirkt werden.

Bei nicht zu ausgeprägten Varizen können wir Ihnen eine Verödungsbehandlung mit Injektionsmitteln anbieten.

Ausgeweitete Venen müssen der Chirurgie zugeführt werden.

Kleine Chirurgie

Wir führen folgende chirurgische Eingriffe unter sterilenBedingungen durch:

  • Fremdkörperentfernung
  • Abszessspaltung
  • Entfernen von Hautveränderungen wie Leberflecken, Warzen, Fibrome
  • Wundreinigung, Wundbehandlung (z. B. Naht, Fibrinkleber)
  • Hämorrhoidenspaltung
  • Primäre und sekundäre Wundbehandlung
  • Nachbehandlung nach chirurgischen Eingriffen
  • Eingewachsene Finger-/Zehennägel

Allergiebehandlung

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden Substanzen. wobei das körpereigene Immunsystem auf Fremdstoffe anspricht, die anders als Krankheitskeime eigentlich keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Bei den meisten Allergenen handelt es sich um Eiweißsubstanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft, beispielsweise von Blütenpollen, Milben und Schimmelpilzen.

Symptome:

  • Bindehautentzündung, Lidschwellung,
  • Heuschnupfen (saisonaler Schnupfen), Dauerschnupfen, Asthma
  • Nesselsucht Ekzeme, Neurodermitis,
  • Übelkeit, Durchfall, Magenschleimhautentzündung.

Das Meiden des Kontakts mit dem beschwerdeverursachenden Allergen ist die beste und sicherste Methode zur Therapie.

Die einzige ursächliche Therapie von Allergien ist die Hyposensibilisierung .Die Idee dieser Behandlung ist es, dem Allergiekranken das für ihn aktuelle Allergen allmählich in steigender Dosis zuzuführen, um ihn so dagegen unempfindlich zu machen.

Sonstige medikamentöse Behandlung dient zur Linderung und Vermeidung der Krankheitssymptome und zur Behandlung der entzündlichen Schleimhautschwellungen. Sie bekämpft zwar nur die Symptome, nicht die Ursache.

Weiter Therapieoptionen bestehen u.a. in der Akupunktur und Homöopathie.

Tinnitusbehandlung

Unter Tinnitus versteht man ein quälendes Pfeifen im Ohr.

Durch die tägliche Überflutung von akustischen,  optischen und psychischen Reizen (Stress) kommt es zur Störung der Wahrnehmung und Verarbeitung der Reize. Spezielle Filtermechanismen im Gehirn sind oft nicht mehr in der Lage sich der Überreizung anzupassen.

Der Tinnitus kann auch ein Anzeichen dafür sein, dass jemand seelisch stark unter Druck oder mit einer bestehenden Situation nicht richtig fertig wird. Scheinbar ohne jede Vorwarnung entsteht dann der quälende Ton im Ohr.

Tinnitus ist abzugrenzen vom Hörsturz mit Hörverlust.

Die Therapie beim Tinnitus  ist vielfältig und muss den Gegebenheiten angepasst werden.

Auszuschließen sind organische Ursache wie Infektionen, Ohrpfropf, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, Tumore des Ohres u. a. m.

Neben medikamentöser Therapie (Infusionen, Tabletten), Akupunktur, Homöopathie, Chirotherapie können Entspannungstechniken wie z. B. autogenes Training, Chigong, Yoga, ggf. Retrainingstherapie (TRT) usw. mit eingesetzt werden.